Granite (von lat. granum „Korn“) sind massige und relativ grobkristalline magmatische Tiefengesteine (Plutonite), die reich an Quarz und Feldspaten sind, aber auch dunkle (mafische) Minerale, vor allem Glimmer, enthalten.

Vorkommen:

VorkommenGranit zählt zu den Plutonen, also zu jenen Gesteinen, die durch eine langsame Erstarrung von Magma tief in der Erdkruste entstehen und auskristallisieren. Durch das Aufliegen schwerer Gesteinsplatten an der Erdoberfläche ist die Magma gezwungen, in der Tiefe abzukühlen und zu erstarren. Die grobe Körnung des Granits ergibt sich aus den unterschiedlichen Schmelzpunkten der einzelnen Mineralkomponenten, aus denen das Gestein aufgebaut ist. Erst wenn darüber liegende Schichten verwittern oder abgetragen werden, kommen die riesigen Granitkomplexe zum Vorschein.

Fast die Hälfte aller Tiefengesteine, aus denen die Kontinente aufgebaut sind, besteht aus Granit. Damit gilt dieser als einer der am weitesten verbreiteten Gesteinsarten überhaupt. Dementsprechend wird Granit auf nahezu allen Kontinenten der Erde in riesigen Steinbrüchen gefördert. Zu den wichtigsten Fundorten zählen Kanada mit den Rocky Mountains, die Vereinigten Staaten mit den Appalachen, Frankreich mit den Vogesen, die Alpen in Österreich, der Schweiz und Frankreich, das Uralgebirge in Russland, der Himalaya sowie Steinbrüche in Finnland, Schweden und Norwegen. In Deutschland finden sich im Erzgebirge, im Harz, im Fichtelgebirge, im Bayerischen Wald sowie im Schwarzwald wichtige Förderstellen.

Zusammensetzung:

ZusammensetzungDie Zusammensetzung von Granit besteht hauptsächlich aus drei Mineralen, Quarz, Feldspat und Glimmer. Daneben enthält Granitstein oft noch weitere Minerale und Erze, je nachdem, wo in der Erdkruste der Granit entstanden ist und welche Materialen dabei aus dem umgebenden Gestein aufgenommen wurden.

Die 3 Hauptbestandteile (Feldspäte, Quarz und Glimmer) machen je etwa 20–40 % aus. Statt dunklem Glimmer (Biotit) kann es auch heller Glimmer (Muskovit) oder Amphibol sein. Bei den Feldspäten überwiegt der Alkalifeldspat über den Plagioklas. Als Nebenbestandteile können Magnetit und andere Erzmineralien hinzukommen.

Daher kann Granit chemisch (aber nicht aber in der Struktur) anderen Gesteinen ähnlich sein -- etwa dem vulkanischen Rhyolith -- und natürlich dem o.e., fein geschichteten Gneis, der sich bei hoher Temperatur / in großen Tiefen aus Granit bildet.

In der Umgangssprache werden auch ähnlich aussehende Gesteine wie Granodiorit, Diorit, Syenit oder Tonalit als Granite bezeichnet, während die "schwarzen Granite" eher dem quarzreicheren Basalt zuzuordnen sind.

Verwendung:

VerwendungGranite haben wegen ihrer hohen Widerstandskraft, Härte und Wetterfestigkeit und wegen ihrer guten Schleif- und Polierbarkeit eine große wirtschaftliche Bedeutung im Bauwesen, werden aber auch in speziellen Bereichen des Maschinenbaus, des Werkzeugbaus und für Messeinrichtungen eingesetzt. Sie finden sich:

  • im Straßenbau als Pflasterstein, Bordstein, Gehwegplatte, Schotter, Poller
  • im Bahnbau als Schotter
  • im Bauwesen als Außenwandbekleidung, Bodenbelag, Denkmal, Grabstein und Dachschindel
  • im Innenausbau als Wandbekleidung, Treppen- und Bodenbelag, Fensterbank, Tischplatte, Küchenarbeitsplatte, Waschtisch
  • im Gartenbau als Pflasterstein, Rabattenstein, Brunnen, Vogeltränke etc.
  • in Technik und Wissenschaft als vibrations- und wärmedehnungsminimierte Platte oder optische Bank, für Anreißplatten, Messplatten etc.
  • im Sport als Curlingstein

Verwendet wird Granit seit alters her auch in der Steinbildhauerei. Da es sich im arbeitstechnischen Sinne um ein Hartgestein handelt und bei der Ausformung händische Techniken verwendet werden, die einen hohen körperlichen und technischen Aufwand fordern, sind Granit-Skulpturen seltener als solche aus Weichgestein.

(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Granit, biologie-schule.de/granit, salzburg.com/wiki/index.php/Granit)

Einzelgrabmäler
Doppelgrabmäler
Grabsteine

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